Diese Aufnahme des französichen Künstlers Vicent Tournoud ist mir aufgefallen, weil sie in gewisser Weise den Übergang von mongolischer Khöömii-Technik (Kehlgesang) zum westlichen Obertongesang darstellt.

Es ist klar, dass sie die beiden Stile irgendwann mischen werden. Mongolische Sänger adaptieren westliche Musik, derzeit überwiegend aus der Rock/Pop-Richtung, westliche Obertonsänger integrieren Kehlgesang, zurzeit mit Vorliebefür den Untertongesang. Ich habe seinen YouTube-Kanal abonniert und bin auf seine künftigen Kreationen gespannt.

Vincent Tournoud lernte Obertongesang im Alter von 26 in der West-Mongolei im Zentrum den mongolischen Kehlgesangs Chandman bei Tserendavaa Dashdorj und Sengedorj Nanjid. Er lebt in Grenoble, Frankreich, wo er Obertongesang unterrichtet.

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Hinweis: Das Video funktioniert in einigen Ländern nicht.

Achim Winter läßt sich wieder auf ein Abenteuer ein und besucht einen Obertongesangskurs bei Wolfgang Saus. Ein fröhliches Team des ZDF, Achim und sein Kameramann Hans-Jürgen Schmitz, trifft am Sonntag in der ehemaligen Synagoge in Freudental zu einer ebenso fröhlichen Wochenendkurs-Gruppe dazu und filmen, machen mit und interviewen Teilnehmer. Wie Ihr seht, hatten wir jede Menge Spaß. Die TeilnehmerInnen: Bettina Güßmann, Michael Volz, Diana Leo, Dorothea Niedecken, Ottschke Hemmerlein, Nicola Kaupert, Peter Schneider, Roland Wagner, Edwin Lengl, Achim Winter.

Eindrücke vom Dreh

Links

⇒ZDF Website

Timber Hemprich, Absolvent meiner Obertongesangsausbildung, zeigt hier schön systematisch eine der grundlegenden Einstiegsübungen für den westlichen polyphonen Obertongesang.

Mit dieser Übung gewöhnen sich Ohr und Zunge an die Entschleunigung der Bewegungen bei Vokalübergängen. Und das Gehör erhält einen ersten Eindruck von den Obertönen der eigenen Stimme.

Falls Du anfangs Probleme hast, Deine eigenen Obertöne zu hören, dann mach dieses 5-Minuten-Gehörtraining. Das hilft Dir, die für das Obertonhören wichtigen Gehirnareale zu aktivieren.

Timber Hemprich’s Website: timber-seminare.de

Obertongesang & Gitarre – Daniel Pircher
Didjeribone – Marc Miethe
Komposition – Daniel Pircher
Kamera – Vincent Dzikowski & René Gamsa
Schnitt – Daniel Pircher
Ton – Marco Birkner Studio H2 Berlin

Ich mag Daniel Pirchers wunderbar klare und leichte Obertöne.

 

Darpan ist ein australischer Musiker und, wie er sich nennt, „Neo-Schamane“. In seinem Stück Peace Invocation von der CD Love Light wirken die nur gelegentlich eingesetzten stimmlichen Obertöne zusammen mit Obertonreihen vom Sythesizer sehr schön. Es ist in der Obertongesangswelt noch nicht so verbreitet, Obertöne nur dezent in normalen Gesang einzubinden. Mir gefällt das oft besser als reiner Obertongesang.

„Solo-Akkordeonstück, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Goran Stevanović. Die Stimmkontrolle ist ebenso entscheidend wie das Akkordeonspiel. Die gesungenen Töne und der Klang durch Obertongesang sowie das Flüstern sind wichtige Materialien in diesem Stück.“
Feliz Anne Reyes Macahis über lu:tαŋ [Übers. d. Red.]

Obertongesang hat seit Karlheinz Stockhausens Stimmung (1968) einen Platz in der E-Musik als „extended vocal technique“. Die philippinische, in Österreich lebende Komponistin Feliz Anne Reyes Macahis schrieb dieses Werk für den Akkordionisten Goran Stevanović. Goran Stevanović studierte Akkordeon in in Bijeljina, Bosnien-Herzegowina, und der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Der mehrfach preisgekrönte Musiker lebt und wirkt derzeit in Hannover und engagiert sich in der zeitgenössischen Musik und Musikpädagogik.

https://www.felizmacahis.com/

http://goranstevanovic.com/

Ivana Rea’s schöner Alt, Cello, Obertongesang von Michal Pustay. Ivana Rea ist eine bekannte Sängerin aus Tschechien. Sie macht übrigens 2019/2020 eine Eutopatournee mit ihrem neuen Album. Geht hin, wenn ein Konzert in Eurer Nähe ist. Übrigens hat Ivana auch beim Europa Obertonchor mitgesungen.

 

 

Uraufführung: 1990 Wellington (New Zealand)
Beauftragt von Victoria University of Wellington
RD:NEW ALBION/NA-099

Sōmei Satō erzeugt mit seiner eigenen Stimme einen Obertonchor im Mehrspurverfahren und setzt Vokalobertongesang als Effekt ein. Ähnliches kenne ich von Roberto Laneri’s „Two views of the Amazon“ von 1981 gehört. Anfang der 1980er Jahre hat das wahrscheinlich für die meisten Hörer eher nach elektronischer Musik geklungen, denn Obertongesang war damals im Okzident noch so gut wie unbekannt.

Uraufführung 1982. Tokyo.
Im Auftrag von Japan Foundation
RD:ALM/AL-26, NEW ALBION/NA-099, NA-016

Eine der ganz frühen Obertonkompositionen. Zu jener Zeit war Obertongesang noch kaum bekannt.

23′
Uraufführung Tokyo 1986.
RD:NEW ALBION/NA-016, NA-099