Beiträge

Doris Kirschhofer ist Dozentin an der Sport-Universität Salzburg, produziert Akrobatik-Shows im großen Stil und ist Sängerin, deren fein-ironischer elektro-alpiner Ethno-Pop durch ihren Unterton- und Obertongesang eine sehr individuelle Note erhält.

http://www.kirschhofer.com/

Stuart Hinds, der Meister des polyphonen Obertongesangs, hat eine schöne Interpretation von Johannes Brahms‘ „Guten Abend, gut‘ Nacht“ eingesungen. Eine einfachere Version davon könnt Ihr hier in Noten herunterladen und selber üben.

Stuart Hinds ist unumstritten der Meister des polyphonen Obertongesangs. Mit seinen Kompositionen setzt er Maßstäbe für diese junge Gesangstechnik. Mit Goin‘ Home, einer Melodie aus dem 2. Satz der 9. Symphonie des tschechischen Komponisten Anonín Dvořák, präsentiert Hinds hier eines seiner leichteren Stücke, das dennoch für die meisten Obertonsänger eine Herausforderung sein dürfte.

Neben der Fassung für Solo Bariton Obertonsänger und Keyboad gibt es Goin‘ Home auch als Chorsatz, den dem Prager Ensemble Spektrum gewidmet hat, und das die Obertonpartie sogar chorisch besetzt. Mit solchen Kompositionen werden hoffentlich viele Sänger dazu angeregt, sich mit den faszinierenden Möglichkeiten des polyphonen Obertongesangs zu beschäftigen.

Ein Dokumentarfilm über die Vielfalt des menschlichen Stimmausdrucks von Lena Giovanazzi und Daniel Büche: Jodeln, Obertongesang, Bukkal Stimme, Lach-Yoga, das Klangrepertoire der zeitgenössischen klassischen Musik, Speiseröhren Stimme, Beatbox und Tierlautimmitation.

Besetzung

Christian Zehnder
Arjopa
Wolfgang Saus
Angela Mecking
Peter Krause
Michael Edward Edgerton
Angela Wingerath
Kehlkopflosenchor León
Uwe Westphal
4xSample
PerformanceChor für
Experimentellen Gesang Berlin

Crew

Lena Giovanazzi
Daniel Büche

Festivals und Auszeichnungen

  • Open Eyes Filmfest Marburg 2012, 1. Platz Publikumspreis
  • 36. Filmfest Weiterstadt, 2012
  • Festival Internacional de Cine de Puebla, Mexiko, 2012
  • Kinofest Lünen, 23. Festival für deutsche Filme
  • Soundtrack Cologne, Festival See the Sound, November 2012
  • Blue November MicroFilmFest, Seattle, November 2012, „Best Illumination“ and „Best Vision“
  • Flensburger Kurzfilmtage, November 2012, Hauptpreis Dokumentarfilm
  • Filofest 2012, International Student Film and Video Festival Ljubljana, Slovenien
  • Bamberger Kurzfilmtage, February 2013
  • Kontrast, das Bayreuther Filmfest, February 2013
  • Landshuter Kurzfilmfestival, March 2013
  • Emmentaler Kurzfilmtage, 18.-20. October 2013

Wolfgang Saus singt Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ im Magnetresonanztomographen mit Obertongesang.

Dieses spektakuläre dynamische MRT-Video zeigt, wie sich die Zunge bei Obertongesang bewegt. Die Melodie von Beethovens „Ode an die Freude“ entsteht durch Doppelresonanzen, die von der Zunge im Mund- und Rachenraum gebildet werden. Obertongesang basiert auf der Zusammenführung der zweiten und dritten Resonanzfrequenzen des Vokaltrakts auf eine einzige Frequenz, um die Lautstärke eines einzelnen Obertons aus dem Stimmklang zu erhöhen.

Die zweite Resonanzfrequenz wird vom Zungengrund zusammen mit dem Kehldeckel kontrolliert. Die dritte Resonanzfrequenz wird durch den Raum unter der Zunge reguliert, der größer ist als er im Video erscheint, weil er sich auch seitlich des Zungenbändchens ausbreitet, das im Bild den Raum verdeckt. Obertongesang erfordert eine ständige Feinabstimmung der beiden Resonanzkammern.

Es ist garnicht einfach, in dem sehr lauten Magnetresonanztomographen zu singen und dazu noch den Klang aufzuzeichnen. Der Lärmpegel ist so hoch, dass ich Gehörschutz tragen musste und meine eigenen Obertöne nicht hören konnte. Ich musste nach Gefühl singen. Das dabei die richtige Melodie herauskam, ist allein schon spektakulär. Zeigt es doch, dass es möglich ist, ein Körpergefühl für die exakte Tonhöhe der Resonanzen zu entwickeln, das auch ohne akustische Kontrolle duch das Gehör funktioniert.

Das Team in Freiburg hat hoch spezialisiertes Equipment für Aufnahme und Filterung entwickelt. Natürlich ist der Sound kein HiFi.

MRT Filmmaterial mit freundlicher Genehmigung und einem großem Dank an:
Universitätsklinikum Freiburg
Klinik für Radiologie – Medizinphysik & Institut für Musikermedizin
https://fim.mh-freiburg.de/
Prof. Dr. Bernhard Richter
Prof. Dr. Dr. Jürgen Hennig
Prof. Dr. Matthias Echternach
(c) 2015

Die lettische a cappella Gruppe Cosmos (2002 – 2009, 2015…) zeichnet sich durch aussergewöhnliche Klänge in eigenen Arrangements aus, was auch Obertongesang einschließt, wie hier in „Sunrise“ (Saullēkts). Darüber hinaus sind auch ihre Performances bemerkenswert. Mehr auf ihrem YouTube-Kanal.

Das Duo The Lady & The Cat mit der Obertonvirtuosin Anna-Maria Hefele und dem Jazzguitarristen Jan Henning bringt hier eine interessante Bearbeitung des Klassikers Over the Rainbow (Der Zauberer von Oz) von Harold Arlen (Text E. Y. Harburg). Der polyphone Obertonsatz von Stuart Hinds aus 2005 diente Anna-Maria als Grundlage ihrer für Frauenstimme modifizierte Fassung. Ich verfolge mit Spannung die Entwicklung meiner ehemaligen Schülerin.

Stuart Hinds schrieb dieses Solostück für unseren gemeinsamen lieben Freund, Jan Šima, der im letzten Jahr unerwartet in jungen Jahren verstarb. Obwohl das Stück sehr emotional ist, ist es nicht als Ausdruck von Trauer gedacht. Es soll vielmehr Raum geben für Erinnerungen und Konteplation.

Jan war ein begeisterter und sehr guter polyphoner Obertonsänger. Er war Mitglied im Europa Obertonchor und im Obertonchor Spektrum, wo wir uns 2002 kennen lernten.

Carmina Slovenica – TOXIC PSALMS / Ultimate collective experience

Carmina Slovenica ist ein Ausnahme-Mädchenchor aus Slovenien, oder, wie sie selber ihre Performances nennen: Vokaltheater. Von gewaltiger choreographischer Kraft präsentieren die Jugendlichen hier eine unfassbare Breite an Gesangstechniken und Chortraditionen, die von estnischen antiken Zaubersprüchen in Vertonung von Veljo Tormis bis zu Obertongesang von Sarah Hopkins reichen. Toxic Psalms von Karmina Šilec wurde 2013 in Berlin uraufgeführt. Absolut mitreißend.

Neben der oben vorgestellten Performance TOXIC PSALMS singen und tanzen/spielen Carmina Slovenica extrem unterschiedliche Programme, darunter auch Obertongesang. Vermutlich ist das Ensemble vielen aber bekannt durch seine spektakuläre Aufführung von Karl Jenkins‘ Adiemus (ohne Obertongesang):

Der italienische Jazzer Albert Hera, der sich selbst als „Klangerzähler“ bezeichnet, ist Spezialist für experimentelle Stimme und Chorimprovisation im Stil von Circlesinging. Ich mag dieses kleine Videosample sehr, das auf Facebook bereits über 10.000 Views erzielte (Juni 2015). Er zeigt in den wenigen Sekunden einen Stimmumfang von gigantischen 5 Oktaven von A1 (A1) bis gis“‘ (G#6), höher als der Spitzenton der Königin der Nacht von Mozart, mit Untertongesang, Obertongesang und Pfeifregister, dazu noch ein witziges musikalisches Arrangement.

Quelle: Facebook – Albert Hera

Veranstaltungen


Der Kurs ist ausgebucht!


Die Masterclass ist ein Kurs nur für fortgeschrittene Obertonsänger, die ihr Können vertiefen und auf ein (höheres) professionelles Niveau heben wollen.

Fr.-Sa., 15.-17. Feb. 2019
Fr.-Sa., 15.-17. Mrz. 2019
Fr.-Sa., 12.-14. Apr. 2019
Fr.-Sa., 10.-12. Mai 2019

Jeweils Freitag 18 Uhr (Abendessen) bis Sonntag 12:30 Uhr.

Ort: Grafing bei München

Inhalte und Ziele

An vier aufeinander aufbauenden Wochenenden erwirbst Du diese Fertigkeiten:

  • Klare Obertöne, bühnenreif, sicher, mit weichem klassischem Stimmansatz ohne Anstrengung.
  • Mit Obertönen einen Konzertsaal füllen.
  • Tricks, schwierige mehrstimmige Stücke zu lernen.
  • Tricks, wie man schöne Stücke passend für die eigene Stimme schreibt.
  • Einführung in die Obertonarbeit mit Chören (Chorphonetik, Vokalobertöne).
  • Obertongesang in Therapien.

Natürlich kommen gemeinsame Improvisationen und Klangsessions nicht zu kurz. Obertonenthusiasten unter sich. Auf zu neuen Höhenflügen! Ich bin gespannt, wo wir landen.

Maximal 12 Teilnehmer.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Der Meisterkurs richtet sich an fortgeschrittene Obertonsänger, die das ganze Potenzial ihrer Obertöne entfalten möchten und bereits Obertöne treffen und einfache Melodien singen können. Absolventen der meiner ObertongesangSausbildung (Jahresgruppe) und konzertierende oder unterrichtende Obertonsänger erfüllen in der Regel die Voraussetzungen. Fortgeschrittene, die nicht sicher sind, ob sie die Voraussetzungen haben, sowie Berufssänger und Gesangspädagogen, können mich gerne ansprechen:
Tel. +49 163 6237866.

Preise

1.320 € inkl. MwSt. (330 € pro Wochenende). 5% Rabatt bei Zahlung als Gesamtbetrag, 1.254 €. Wiederholer erhalten 40% Rabatt (792 €).

Unterkunft bitte selber buchen!

Falls Geld ein Hinderungsgrund ist, kannst Du Dich für ein Stipendium mit reduziertem Beitrag bewerben. Schicke mir dazu eine Mail mit Deiner Begründung für den Stipendienantrag.

Zahlungsbedingungen

Nach der Anmeldung erhälst Du eine Rechnung per E-Mail. Die Anmeldung verpflichtet zur vollständigen Zahlung aller vier Wochenend-Blöcke. Die Kursgebühr ist auch bei Nichtteilnahme an einem Seminarwochenende fällig, bzw. wird nicht erstattet. Sollte ich selbst ein Wochenende absagen müssen und keinen geeigneten Ersatzdozenten finden, entfällt die antteilige Seminargebühr, bzw. wird erstattet. Darüber hinausgehende Ansprüche (Unterkunft, Bahntickets) sind ausgeschlossen. Ich empfehle dringend, eine Seminarversicherung abzuschließen (z. B. ERV oder HanseMerkur).

Anmeldung

Keine Anmeldung mehr möglich.

Portfolio Einträge