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Das ganze Konzert der tuwinischen Gruppe Huun Huur Tu beim Paléo Festival in Nyon am 26.07.2015.

Das skurrile Video Karmacoma der englischen Trip-Hop-Gruppe Massive Attack kam 1995 als Single in die UK Charts, zu einem Zeitpunkt, als zentralasiatischer Kehlgesang in Europa gerade populär wurde. Bei dem Obertongesang handelt es sich wahrscheinlich um ein Remix von tuvinischem Kehlgesang. (Dank an Bram Vanoverbeke für den Hinweis).

Das erwartet man nicht, wenn Kehlsänger aus Tuwa auf dem Programm stehen. Jingle Bells, die Zweite. Amerikanische Weihnachten erobert selbst die abgelegenen Hochebenen des Altai. Hier das Alash Ensemble zusammen mit Bela & The Flecktones beim Chicago Bluegrass and Blues Music Festival 2012.

http://www.alashensemble.com/

Das ganze Konzert der tuwinischen Gruppe Huun Huur Tu beim Paléo Festival in Nyon am 26.07.2015.

Das skurrile Video Karmacoma der englischen Trip-Hop-Gruppe Massive Attack kam 1995 als Single in die UK Charts, zu einem Zeitpunkt, als zentralasiatischer Kehlgesang in Europa gerade populär wurde. Bei dem Obertongesang handelt es sich wahrscheinlich um ein Remix von tuvinischem Kehlgesang. (Dank an Bram Vanoverbeke für den Hinweis).

Das erwartet man nicht, wenn Kehlsänger aus Tuwa auf dem Programm stehen. Jingle Bells, die Zweite. Amerikanische Weihnachten erobert selbst die abgelegenen Hochebenen des Altai. Hier das Alash Ensemble zusammen mit Bela & The Flecktones beim Chicago Bluegrass and Blues Music Festival 2012.

http://www.alashensemble.com/

Soriah ist der Künstlername des Musikers Enrique Ugalde aus Portland, USA. Er singt im tuwinischen Khöömej Stil, den er sehr gut beherrscht und weitgehend originalgetreu in seine eigene Musik übernimmt. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Altem und Neuem – Raga, Schamanismus, Elektroakustik, Lärm, Butoh und freier Improvisation. 2008 gewann er den dritten Platz im Kargyraa-Stil (Untertongesang) beim Ustuu-Khooree World Music Festival in Tuva, was zeigt, dass auch in Tuwa seine Kunstfertigkeit geschätzt wird.

Ich mag reine westliche Kopien ethnischer Stile nicht besonders. Mir persönlich fehlt die Seele und Authentizität, die mich beispielsweise bei der Musik von Huun Huur Tu berührt und mich Kultur und Natur Tuwas spüren lässt. Das ist aber vermutlich auch nicht Soriah’s Anspruch. Er kreiert eher unterhaltsame Shows.

Links & Quellen

https://soriah.wordpress.com/

Soriah auf Overtone Music Network

Frank Zappa (1940-1993) lud noch in seinen letzten Tagen Musiker zu Sessions zu sich nach Hause ein. Darunter waren auch die berühmten tuwinischen Kehlsänger Kongar-ool Ondar (1962-2013) und Kaigal-ool Khovalyg (Huun Huur Tu).

Links

http://www.zappa.com/

http://en.wikipedia.org/wiki/Kongar-ol_Ondar

http://en.wikipedia.org/wiki/Kaigal-ool_Khovalyg

Vielleicht liegt es an meinem Sternzeichen Zwilling, vielleicht auch nur an meiner aktuellen Stimmung, dass ich mich von neuen Ansätzen in der Obertonmusik angezogen fühle. In letzter Zeit gefallen mir Mischungen westlicher Harmonien mit der Urkraft des Kehlgesangs aus der tuwinischen Steppe.  Ich weiß authentische Nomadenkultur und Musik sehr zu schätzen. Sie passen zum Landschaftsbild der unendlichen Steppen. Westliche Ohren sind aber nicht nur wegen hierzulande hektischeren Lebens, sondern auch wegen unseres vielfältigen Landschaftsbildes mehr auf Abwechslung eingestellt.

Geht es Dir auch so? Nach einer Weile wiederholen sich die Klänge tuwinischen Khöömejs genauso wie die Steppenlandschaften. Saydaş Monguş (Сайдаш Монгуш) aus Tuwa legt hier eine Weltmusikaufnahme von Ödügen Tayga (Өдүген Тайга) vor, die für westliche Ohren leicht verdaulich ist und dennoch die Kraft des Steppenlebens spüren läßt. Diese westlichen Anpassungen kommen auch im Heimatland gut an. Auf meinen Touren durch die Mongolei liefen in den Jeeps ständig Poparrangements mongolischer Melodien, die alle mitsingen können. Inzwischen verbinden sich daher auch meine Erinnerungen an diese großartigen Reisen mit den Klängen. Mir gefällts.

Ödügen Tayga

The Ödügen Tayga is my home
I smell the sedge and grass
The rocky tayga is my home
I smell the junipers and grass

Come, riding your reindeer stag
The feet of the roe doe tied to the saddle
Come, riding your reindeer hind
The feet of the maral doe tied to the saddle

(Englische Übersetzung von TyvaWiki)

Hier noch eine schöne Urfassung des Liedes:

 

Der russische ethno-ambient Komponist Mapa (Alexey Ivanov) hat für das alte tuwinische Lied „Boodey“ (Sonnel) eine Ambient Fassung geschrieben, interpretiert von der energievollen authentischen Stimme von Radik Tyulyush, jüngstes Mitglied der berühmten tuwinischen Gruppe Huun Huur Tu. Das Hintergrundvideo zeigt Ausschnitte aus dem Film „Home“ von Yann Arthus-Bertrand.

Huun Huur Tu

The Orfan’s Lament

1997

Jaro

Traditioneller Khöömij aus Tuwa mit Originalinstrumenten.



Bestellmöglichkeit

CD

mp3


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Radik Tyulyush’s zweites Soloalbum Chalama findest Du unten im Player kostenlos zum Download, oder wahlweise kannst Du auch einen beliebigen Betrag bezahlen. Dieses Konzept des „bezahle, was es Dir wert ist oder nimm es geschenkt“ liegt ganz im Trend einer neuen Schenkkultur, die ich sehr unterstütze. Ich wünsche Radik, dass er große ideelle und finanzielle Wertschätzung für sein wunderbares Album erfährt.

Von der Erhabenheit der Natur

Das Album Chalama ist ein Tribut an die tuwinische Kultur, die Geister des Landes und den Weltkultur Baum. Es enthält traditionelle, von Radik arrangierte tuwinische Melodien, sowie eigene Lieder und Lieder seiner Familie. Radik Tyulyush singt hier nicht nur den Kehlgesang Khöömej, sondern spielt auch eine ganze Reihe traditioneller tuwinischer Instrumente: Igil, Byzaanchy, Shoor, Doshpuluur, Chadagan, Percussion, Deer Decoy. „Chalama“ steht für farbige Tücher, mit denen an heiligen Orten (Obo oder Owoo) Zweige eines Baumes behängt werden als Zeichen der Verehrung für das Universum, die Erhabenheit, Schönheit, Weisheit der Natur – alles um uns herum, an dem wir uns erfreuen.

Radik Tyulyush

Radik lernte das Obertonsingen in traditioneller Weise von seinem Großvater. Später studierte er Musik an der School of Arts in Kyzyl und der East-Siberian State Academy of Culture and Arts. Sein erstes Soloalbum “Tuva: Spirits of my Land” produzierte er mit Carol Pegg. Er spielte u. a. in der Gruppe Yat Kha, bevor er 2006 bis heute in der wohl berühmtesten Kehlgesangsgruppe Tuwas, Huun Huur Tu, die Nachfolge von Andrey Mongush antrat.

 Weiterführende Links

http://chalama.wordpress.com/2014/03/16/radik-tyulyush/

Huun Huur Tu / Sainkho

Mother Earth! Father Sky!

1. Mezhegey
2. Daglarym
3. Ergim Syaryym / Song of Hope
4. Artyy Sayir
5. Erge Chokka / Unneeded
6. Dembildey / Nomad Dance
7. Chashpy-Hem / Chashpy River
8. Ovyur Hadip
9. Bai-Taiga

2008

JARO 4281-2

Nach langen Jahren konnte das Ensemble HUUN-HUUR-TU mit der bekanntesten Sängerin Tuva‘s „Sainkho“ zusammenarbeiten und ein Balladenalbum aufnehmen, das mehr in die Richtung Singer/Songwriter geht.

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