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Hier meine Obertonvariation über den Kanon von Johann Pachelbel, worin ich Bass und Sopran gleichzeitig singe. Es ist eine Übung für polyphonen Obertongesang, die ich mal Mitte der 90er für meine Schüler geschrieben hatte.

Für meine Masterclass-Schüler habe ich eine Reihe von vorbereitenden Übungen entwickelt, die die Fertigkeiten zum polyphonen Singen Schritt für Schritt aufbauen. Man braucht dafür ein ganzes Wochenende und anschließend einige Wochen Übungszeit. Aber wer es gleich mit dem Kanon probieren will: Konstenlos Noten downloaden

Es ist eine Multitasking-Übung, die Konzentration erfordert. Ich singe zwei Melodien kontrapunktisch. Dabei führe ich mit der linken Hand die Bassmelodie (Ostinato) und singe sie zuerst ohne Obertontechnik. Dann starte ich die Melodie in den Obertönen und folge ihr mit der rechten Hand.

Die linke Hand ist mit der rechten Gehirnhälfte verknüpft, wo auch die Wahrnehmung der Obertöne liegt. Sie folgt aber der Grundtonmelodie, die in der linken Gehirnhälfte verarbeitet wird. Die rechte Hand wird von der linken Hemisphäre kontrolliert, folgt aber den Obertönen, die auf der rechten Seite verarbeitet werden (vgl. „Wie Obertöne im Gehirn wirken“ und „Test: Bist Du Oberton- oder Grundtonhörer?“.

Dieses Überkreuzen der Handkontrolle und der Hörwahrnehmung hat nach meinen Erfahrungen einen beschleunigenden Effekt beim Lernen, und die Intonation wird dadurch sicherer. Vertauscht man gelegentlich die Hände, also links Obertöne, rechts Grundtöne, intensiviert das den Trainingseffekt. Aber generell empfehle ich die erste Version zu üben.

Am Anfang hat man immer das Problem, dass entweder die Obertöne nicht mehr gut klingen, oder der Grundton völlig neben der Spur liegt. Das hast vermutlich damit zu tun, dass sich das Gehirn anfangs entweder nur auf die Klarheit der Obertöne oder nur auf die Intonation der Grundtöne konzentrieren kann. Das Multitasking ist übrigens dem Klavierspielen sehr ähnlich, wo auch die linke Hand den Bass und die rechte den hohen Part spielt.

Probiere doch mal aus, welche Hand bei Dir leichter den Obertönen folgt und schreib’s in den Kommentar. Und dazu, ob Du Rechts- oder Linkshänder bist. Mich würde interessieren, ob sich Linkshänder unterscheiden.

Pachelbel Kanon, Fassung für Obertongesang

Das populärste Werk des Nürnberger Komponisten Johann Pachelbel (1653–1706) (Wikipedia) und wohl eine der bekanntesten klassischen Kompositionen überhaupt. Der Kanon baut auf einem harmonischen Ostinato auf, dass eine Chaconne-Bassfigur ständig wiederholt mit einem darüberliegenden Kanon … der Loop war schon im Barock angesagt :).

Die Harmonie-Folge wird quer durch alle Musikrichtungen immer wieder verwendet. Von Pachelbel’s Canon (mit der englischen Schreibweise findet Ihr im Netz mehr, auf Deutsch heißt es Kanon) existieren heute so viele Aufnahmen, Versionen und Bearbeitungen, dass darüber bereits komödiantische Nummern (Video) geschrieben wurden.

Und ich füge gerne meine Fassung für Obertonsänger hinzu, die ich ursprünglich als Übung für polyphonen Obertongesang geschrieben hatte. Man singt das Bass-Ostinato gleichzeitig mit der Sopranmelodie. Ihr könnt Euch ja mal zu zweit oder dritt daran versuchen, die anderen Violinstimmen noch dazu zu singen.

Ich habe übrigens als besondere Herausforderung noch eine Fassung für das Ostinato zusammen mit Beethovens „Ode an die Freude“ arrangiert (poste ich später).

Wie immer freue ich mich über Kommentare, eigene Bearbeitungen, Video-Links oder Sounddateien, die ich auch gerne hier veröffentliche. Ihr könnt auch Links zu Euren Aufnahmen in den Kommentar schreiben. Für Experten: Wo muss man in der Partitur tricksen?

Noten Download:

MuseScore Datei, zur Bearbeitung im genialen kostenlosen Notenschreibprogramm MuseScore:

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Hier meine Obertonvariation über den Kanon von Johann Pachelbel, worin ich Bass und Sopran gleichzeitig singe. Es ist eine Übung für polyphonen Obertongesang, die ich mal Mitte der 90er für meine Schüler geschrieben hatte.

Für meine Masterclass-Schüler habe ich eine Reihe von vorbereitenden Übungen entwickelt, die die Fertigkeiten zum polyphonen Singen Schritt für Schritt aufbauen. Man braucht dafür ein ganzes Wochenende und anschließend einige Wochen Übungszeit. Aber wer es gleich mit dem Kanon probieren will: Konstenlos Noten downloaden

Es ist eine Multitasking-Übung, die Konzentration erfordert. Ich singe zwei Melodien kontrapunktisch. Dabei führe ich mit der linken Hand die Bassmelodie (Ostinato) und singe sie zuerst ohne Obertontechnik. Dann starte ich die Melodie in den Obertönen und folge ihr mit der rechten Hand.

Die linke Hand ist mit der rechten Gehirnhälfte verknüpft, wo auch die Wahrnehmung der Obertöne liegt. Sie folgt aber der Grundtonmelodie, die in der linken Gehirnhälfte verarbeitet wird. Die rechte Hand wird von der linken Hemisphäre kontrolliert, folgt aber den Obertönen, die auf der rechten Seite verarbeitet werden (vgl. „Wie Obertöne im Gehirn wirken“ und „Test: Bist Du Oberton- oder Grundtonhörer?“.

Dieses Überkreuzen der Handkontrolle und der Hörwahrnehmung hat nach meinen Erfahrungen einen beschleunigenden Effekt beim Lernen, und die Intonation wird dadurch sicherer. Vertauscht man gelegentlich die Hände, also links Obertöne, rechts Grundtöne, intensiviert das den Trainingseffekt. Aber generell empfehle ich die erste Version zu üben.

Am Anfang hat man immer das Problem, dass entweder die Obertöne nicht mehr gut klingen, oder der Grundton völlig neben der Spur liegt. Das hast vermutlich damit zu tun, dass sich das Gehirn anfangs entweder nur auf die Klarheit der Obertöne oder nur auf die Intonation der Grundtöne konzentrieren kann. Das Multitasking ist übrigens dem Klavierspielen sehr ähnlich, wo auch die linke Hand den Bass und die rechte den hohen Part spielt.

Probiere doch mal aus, welche Hand bei Dir leichter den Obertönen folgt und schreib’s in den Kommentar. Und dazu, ob Du Rechts- oder Linkshänder bist. Mich würde interessieren, ob sich Linkshänder unterscheiden.

Pachelbel Kanon, Fassung für Obertongesang

Das populärste Werk des Nürnberger Komponisten Johann Pachelbel (1653–1706) (Wikipedia) und wohl eine der bekanntesten klassischen Kompositionen überhaupt. Der Kanon baut auf einem harmonischen Ostinato auf, dass eine Chaconne-Bassfigur ständig wiederholt mit einem darüberliegenden Kanon … der Loop war schon im Barock angesagt :).

Die Harmonie-Folge wird quer durch alle Musikrichtungen immer wieder verwendet. Von Pachelbel’s Canon (mit der englischen Schreibweise findet Ihr im Netz mehr, auf Deutsch heißt es Kanon) existieren heute so viele Aufnahmen, Versionen und Bearbeitungen, dass darüber bereits komödiantische Nummern (Video) geschrieben wurden.

Und ich füge gerne meine Fassung für Obertonsänger hinzu, die ich ursprünglich als Übung für polyphonen Obertongesang geschrieben hatte. Man singt das Bass-Ostinato gleichzeitig mit der Sopranmelodie. Ihr könnt Euch ja mal zu zweit oder dritt daran versuchen, die anderen Violinstimmen noch dazu zu singen.

Ich habe übrigens als besondere Herausforderung noch eine Fassung für das Ostinato zusammen mit Beethovens „Ode an die Freude“ arrangiert (poste ich später).

Wie immer freue ich mich über Kommentare, eigene Bearbeitungen, Video-Links oder Sounddateien, die ich auch gerne hier veröffentliche. Ihr könnt auch Links zu Euren Aufnahmen in den Kommentar schreiben. Für Experten: Wo muss man in der Partitur tricksen?

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