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Jingle Bells – mongolische Version

„Jingle Bells“ erwartet man nicht aus der Mongolei. Amerikanisch-europäische Weihnachten ziehen mit dem Fernsehen in die Jurten ein. Hier eine Steppen-Fassung mit mongolischen ethnischen Instrumenten und Khöömej, komponiert von Ganpurev Dagvan, der auch die Filmmusik zu “Die Geschichte vom weinenden Kamel” (Oscar nominiert) und zu “Die Höhle des gelben Hundes” geschrieben hat. Ausgeführt wird der Song von der Ethno-Folk-Gruppe „Altai“.

Kind Winter

Mongolian Beatbox

Royal Beat Crew mit der Kehlgesangsgruppe Khusugtun (Хөсөгтөн хамтлаг), beide aus der Ulaanbaatar Mongolei.

 

Steppen Jingle Bells – Variante aus Tuwa

Das erwartet man nicht, wenn Kehlsänger aus Tuwa auf dem Programm stehen. Jingle Bells, die Zweite. Amerikanische Weihnachten erobert selbst die abgelegenen Hochebenen des Altai. Hier das Alash Ensemble zusammen mit Bela & The Flecktones beim Chicago Bluegrass and Blues Music Festival 2012.

http://www.alashensemble.com/

Kind Winter

Jingle Bells – mongolische Version

„Jingle Bells“ erwartet man nicht aus der Mongolei. Amerikanisch-europäische Weihnachten ziehen mit dem Fernsehen in die Jurten ein. Hier eine Steppen-Fassung mit mongolischen ethnischen Instrumenten und Khöömej, komponiert von Ganpurev Dagvan, der auch die Filmmusik zu “Die Geschichte vom weinenden Kamel” (Oscar nominiert) und zu “Die Höhle des gelben Hundes” geschrieben hat. Ausgeführt wird der Song von der Ethno-Folk-Gruppe „Altai“.

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Ethno-Rock-Band „Argymak“, Baschkortostan

Argymak singt aus dem Volksepos „Zayatulyak“. Die Ethno-Rock-Band aus Baschkortostan verwendet verschiedene baschkirische Volksinstrumente wie Kurai, Dumbyra, Kyl-kubyz und singt Obertöne im Kehlgesangstil Uzlyau (Узляу).

Lex van Someren verblaßt gegen mitreißenden Kehlgesang

Rhythm On Fire aus Lex van Somerens Traumreise DVD. Das eigentliche Feuer entfacht der überwältigende Kehlgesang von Enkhjargal Dandarvaanchig aus der Mongolei. Eine fantastisch intensive Stimme, in der Lex van Someren förmlich untergeht. Show-Mantren sind nicht so meine Musik, aber mit Enkhjargal macht es richtig Spaß zu hören.

Soriah – Tuvan Throat Singer | Enrique Ugalde

Soriah ist der Künstlername des Musikers Enrique Ugalde aus Portland, USA. Er singt im tuwinischen Khöömej Stil, den er sehr gut beherrscht und weitgehend originalgetreu in seine eigene Musik übernimmt. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Altem und Neuem – Raga, Schamanismus, Elektroakustik, Lärm, Butoh und freier Improvisation. 2008 gewann er den dritten Platz im Kargyraa-Stil (Untertongesang) beim Ustuu-Khooree World Music Festival in Tuva, was zeigt, dass auch in Tuwa seine Kunstfertigkeit geschätzt wird.

Ich mag reine westliche Kopien ethnischer Stile nicht besonders. Mir persönlich fehlt die Seele und Authentizität, die mich beispielsweise bei der Musik von Huun Huur Tu berührt und mich Kultur und Natur Tuwas spüren lässt. Das ist aber vermutlich auch nicht Soriah’s Anspruch. Er kreiert eher unterhaltsame Shows.

Links & Quellen

https://soriah.wordpress.com/

Soriah auf Overtone Music Network

Witziger Multilayer-Khöömej aus Frankreich | Mathias Duplessy

Das ist mal ein kreativer Umgang mit mongolischem Khöömej. Mathias Duplessy, ein französischer (Film-)Komponist und Multiinstrumentalist, hat dieses witzige Multilayer Musikvideo kreiert. Normalerweise bevorzuge ich bei Khöömej einheimische Sänger. Aber  Duplessy, der auch mit Enkh Jargal aufgetreten ist, singt nicht nur einen guten Khöömej Stil, sondern bringt hier ebene keine Kopie des Stils, sondern seine ureigene, geschmackvolle und mitreissende Interpretation seiner mongolischen Impressionen. Mir gefällt’s. Was sagt Ihr dazu?

Links & Quellen

http://www.mathiasduplessy.com/

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mathias_Duplessy

International Movie Database

Frank Zappa meets Kongar-ool Ondar

Frank Zappa (1940-1993) lud noch in seinen letzten Tagen Musiker zu Sessions zu sich nach Hause ein. Darunter waren auch die berühmten tuwinischen Kehlsänger Kongar-ool Ondar (1962-2013) und Kaigal-ool Khovalyg (Huun Huur Tu).

Links

http://www.zappa.com/

http://en.wikipedia.org/wiki/Kongar-ol_Ondar

http://en.wikipedia.org/wiki/Kaigal-ool_Khovalyg

Synthi mit Steppenpower – das hat was | Saydash Mongush

Vielleicht liegt es an meinem Sternzeichen Zwilling, vielleicht auch nur an meiner aktuellen Stimmung, dass ich mich von neuen Ansätzen in der Obertonmusik angezogen fühle. In letzter Zeit gefallen mir Mischungen westlicher Harmonien mit der Urkraft des Kehlgesangs aus der tuwinischen Steppe.  Ich weiß authentische Nomadenkultur und Musik sehr zu schätzen. Sie passen zum Landschaftsbild der unendlichen Steppen. Westliche Ohren sind aber nicht nur wegen hierzulande hektischeren Lebens, sondern auch wegen unseres vielfältigen Landschaftsbildes mehr auf Abwechslung eingestellt.

Geht es Dir auch so? Nach einer Weile wiederholen sich die Klänge tuwinischen Khöömejs genauso wie die Steppenlandschaften. Saydaş Monguş (Сайдаш Монгуш) aus Tuwa legt hier eine Weltmusikaufnahme von Ödügen Tayga (Өдүген Тайга) vor, die für westliche Ohren leicht verdaulich ist und dennoch die Kraft des Steppenlebens spüren läßt. Diese westlichen Anpassungen kommen auch im Heimatland gut an. Auf meinen Touren durch die Mongolei liefen in den Jeeps ständig Poparrangements mongolischer Melodien, die alle mitsingen können. Inzwischen verbinden sich daher auch meine Erinnerungen an diese großartigen Reisen mit den Klängen. Mir gefällts.

Ödügen Tayga

The Ödügen Tayga is my home
I smell the sedge and grass
The rocky tayga is my home
I smell the junipers and grass

Come, riding your reindeer stag
The feet of the roe doe tied to the saddle
Come, riding your reindeer hind
The feet of the maral doe tied to the saddle

(Englische Übersetzung von TyvaWiki)

Hier noch eine schöne Urfassung des Liedes:

Elizaveta Kenden sings kozhamyk "Odugen taiga...", a Todzhu Tuvan song

 

CD – Huun Huur Tu – The Orfan’s Lament

Huun Huur Tu

The Orfan’s Lament

1997

Jaro

Traditioneller Khöömij aus Tuwa mit Originalinstrumenten.



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CD

mp3


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