Schlagwortarchiv für: Chorphonetik

Hörst Du eine Melodie oder Silben?

In diesem Video erfährst Du, wie Du Obertöne in Vokalen hören kannst. Das eröffnet Dir eine neue Dimension der Klangwahrnehmung. Diese Art des Hörens ist spontan selten, aber lernbar und eine Grundvoraussetzung für das Verstehen und Erlernen von Chorphonetik. Und es macht Lernen von Obertongesang einfachen und schneller.

Dein Hören verändert sich für immer

Nach diesem Video ist Dein Gehör sofort verändert, und zwar irreversibel. Es ist wie bei einem Vexierbild: Sobald Du beide Seiten gesehen hast, siehst Du sie immer. Nach dem Video bist Du immer in der Lage, Obertöne auch in Klängen zu hören. Sobald Du Silben und Obertöne wahrgenommen hast, kannst Du entscheiden, was Du hören willst. Und wenn Du von heute an 3 Wochen lang Deinen Fokus auf Obertöne richtest, wird Dein Obertonhören fester Bestandteil Deiner Klangwahrnehmung. Dein Gehirn bildet neue Synapsen aus.

Nebenwirkungen

Du wirst Dich wundern, was sich danach noch zusätzlich ändert:

  • Du wirst empathischer hören, besser verstehen, wie andere Menschen sich fühlen, allein weil Du ihre Stimme hörst.
  • Wenn Du im Chor singst, wirst Du die Intonation ganz anders wahrnehmen und unbewußt die Resonanz mit anderen Stimmen finden.
  • Viele berichten auch, dass sie danach intensiver Farben und Düfte wahrnehmen.
  • Du wirst einen bewußteren Zugang zur Resonanz in Deiner Stimme bemerken.

Falls Du die Melodie gleich im ersten Beispiel gehört hast, dann warst Du bereits Obertonhörer. Dann hilft Dir das Video zu verstehen und Dir bewußt zu machen, dass Du anders hörst als 95% der Menschen um Dich herum.

Doch ich habe nie eine Melodie gesungen

Mit das Spannendste an dem Obertonhören ist für mich: Am Ende hat jeder einmal die Melodie gehört – aber ich habe nie eine Melodie gesungen. In allen Gesangsbeispielen sind alle Tonfrequenzen unverändert. Ich habe keine einzige Tonhöhe verändert. Im klassischen Sinne habe ich also keine Melodie gesungen. Ich hab nur Resonanzen und somit Lautstärkeverhältnisse verändert, also im klassischen Sinne habe ich Silben auf einen Ton gesungen, das, was die meisten am Anfang gehört haben.

Trotz Widerspruch haben alle Recht

Wenn jemand also zu Beginn meinte, da sei keine Melodie, hat er Recht, auch noch, als die Melodie für alle offenbar wurde. Und jeder, der eine Melodie hört, hat ebenfalls Recht. Man müsste Melodie unabhängig von der Tonfrequenz definieren.

Ich hatte vor vielen Jahren eine Klangdatei des ersten Beispiels an verschiedene Fachleute geschickt, nachdem ich herausfand, dass andere nicht dasselbe hören wie ich. Und niemand fand ein Melodie, auch nicht mit den modernsten Analysemethoden. Warum nicht? Weil offenbar niemand auf die Idee kam, dass man nach einer Melodie suchen könnte. Wenn man die Melodie dann gehört hat, findet man sie auch im Klangspektrum. Allerdings nur als Lautstärkemuster, nicht als Tonhöhenänderung. Ist doch spannend, oder?

Ich persönlich habe daraus gelernt, Wahrnehmungen anderer, vor allem von Menschen aus dem spirituellen Bereich, die ich möglicherweise früher als unwissenschaftlich abgetan hätte, mit weniger Vorurteilen zu begegnen. Paradigmen zu verlassen gehört wohl in vielerlei Hinsicht zum kommenden Zeitgeist.

Mehr Informationen zum Test und eine Audio-Version zum Download in meinem Blogpost „Nur wenige können diese Melodie hören – Mach den Hörtest“.

Warum klingt Chormusik so gut?

Ich habe mich sehr über dieses Video von Barnaby Martin gefreut. Es ist eine wunderbare Einführung in die Grundlagen meiner →Chorphonetik. In diesem Video zeigt er, warum die Formanten für die Intonation so wichtig sind.

Chorphonetik nutzt unsere verborgene Fähigkeit, Resonanzen im Vokaltrakt als Tonhöhen wahrzunehmen (→Hörtest). Und sie schult eine spezielle Feinmotorik der Zunge, um diese Resonanzen gezielt zu kontrollieren und die Klangfarbe an Akkorde anzupassen. Dieses Know-how versetzt Sänger in die Lage, Resonanzen genauso exakt zu stimmen wie ihre Gesangstöne. Damit wird die Klangfarbe zum Musikinstrument. Chorklänge, wie sie im Video zu hören sind, werden steuerbar.

Wofür sonst Chorsänger viele Jahre Erfahrung und Stimmtraining brauchen, kann mit dem Wissen von Chorphonetik sehr viel schneller erreicht werden. Chorsänger/innen und Chorleiter erlernen die dazu nötigen gesangstechnischen Methoden üblicherweise schon in wenigen Tagen und können sie innerhalb eines halben Jahres zu einem abrufbaren Skill Set entwickeln. Das veredelt dann nicht nur die Intonation und Homogenität im Ensemble, sondern auch die Tragfähigkeit und Leichtigkeit der Stimme.

Barnaby Martin hat ein großartiges Talent, komplexe musikalische Phänomene einfach und kurzweilig zu erklären. Abboniert unbedingt seinen YouTube-Kanal „Listening In“, da gibt es eine Menge erstklassiger Videos zur Wirkung musikalischer Klänge. Unter anderem empfehle  sein Video über die völlig verrückten Intonationsbewegungen, die Jacob Collier in seinen Chorstücken verwendet. Leute, Chorphonetik wird langsam Mainstream :)!

Lachende Frau hält die Ohren zu

Nur wenige können diese Melodie hören – Mach den Hörtest

Dieser Hörtest öffnet Deine Ohren in nur nur 3:20 Minuten für eine neue Hördimension, die nur ca. 5% der Musiker wahrnehmen: das Obertonhören. Diese Fähigkeit ist essentiell für das Erlernen von Obertongesang. Und es ist Voraussetzung für die praktische Umsetzung von Gesangs- und Chorphonetik.

2004 fand eine Arbeitsgruppe um Dr. Peter Schneider an der Uniklinik Heidelberg, dass Menschen Klänge unterschiedlich wahrnehmen, jenachdem welche Gehirnhälfte die Verarbeitung des Klangs übernimmt. Sie entwickelten den Heidelberger Hörtest, um herauszufinden, ob jemand eher Grundtöne oder eher Obertöne in einem Klang wahrnimmt. →Hier kannst Du den Heidelberger Test machen 

Mein Hörtest ist anders. Er testet, ob jemand eher Vokale oder eher Obertöne in einem Klang erkennt. Im zweiten Teil schult er, die Schwelle zwischen Vokal- und Obertonwahrnehmung zugunsten der Obertöne zu verschieben.

Saus’scher Hörtest

Höre Dir entspannt das erste Tonbeispiel an. Ich singe eine Folge sinnloser Silben auf einen einzigen Ton. Wenn Du darin eine bekannte Melodie aus der Klassik erkennst, dann herzlichen Glückwunsch, Du hast ein ausgeprägtes Obertongehör und gehörst zu den 5% Menschen, die diese Wahrnehmung spontan haben.

Tonbeispiel 1

Download mp3

Falls Du die Melodie nicht hörst, keine Sorge. Am Ende des Hörtests wirst Du die Obertöne hören.

In den nächsten Tonbeispielen entziehe ich der Stimme mehr und mehr Klanginformationen, die vom Gehirn als Bestandteil von Sprache interpretiert werden. Als nächstes singe ich die Silben,  indem ich nur noch den 2. Vokalformanten verändere. Den ersten halte ich unbewegt in tiefer Lage. Die Silben enthalten dann nur noch Ü-Laute, die Melodie wird für einige jetzt deutlicher.

Tonbeispiel 2

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Wenn die Melodie jetzt klar wird, Glückwunsch. Hier hören 20-30% die Melodie. Vielleicht ahnst Du die Melodie aber nur und weißt nicht, ob Du sie Dir nur einbildest. Vertraue der Einbildung. Denn Dein Gehör nimmt die Melodie auf, nur ein Filter in Deinem Bewußtsein sagt, dass die Information nicht wichtig ist. Spracherkennung ist viel wichtiger.

Ich will an dieser Stelle die Melodie preisgeben: Es handelt sich um „Freude schöner Götterfunken“ aus der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven. Im Nächsten Tonbeispiel pfeife ich sie tonlos. Dann lernt Dein Gehirn besser, worauf es hören soll. Höre Dir danach nochmal Tonbeispiel 2 an.

Tonbeispiel 3

Download mp3

Geht es besser? Falls nicht, höre Dir das nächste Beispiel an.

Im Tonbeispiel 4 lasse ich die Konsonanten weg. Jetzt hat das Broca-Zentrum, die Gehirnregion für Spracheerkennung, nichts mehr zu tun und gibt die Höraufmerksamkeit an andere Regionen ab.

Tonbeispiel 4

Download mp3

Jetzt sind etwa 60-80% dabei. Wenn Du die Melodie hier nicht hörst, bist Du wahrscheinlich auch im Heidelberger Hörtest als Grundtonhörer eingestuft. Das hat nichts mit Musikalität zu tun. Du bist in Gesellschaft einiger der besten Flötisten, Schagzeuger und Pianisten.

Im nächsten Beispiel verfremde ich den Klang vollständig. Ich senke mit spezieller Zungenstellung den dritten Formanten um 2 Oktaven ab, bis er dieselbe Frequenz hat, wie der zweite. Dadurch bildet sich eine Doppelresonanz, die in der deutschen Sprache nicht vorkommt.

Tonbeispiel 5

Download mp3

Die Technik nennt man Obertongesang. Dem Gehör fehlen jetzt Informationen aus dem gewohnten Stimmklang, und einzelne Teiltöne werden durch die Doppelresonanz so laut, dass das Gehirn die Klänge trennt und dem Bewußtsein mitteilt, es handle sich um zwei Töne.

Wahrscheinlich hörst Du jetzt eine flötenartige Melodie und die Stimme. Obertongesang ist eine akustische Täuschung. Denn in Wahrheit hörst Du mehr als 70 Teiltöne. Die physikalische Realität und die Wahrnehmung stimmen selten überein.

Im letzten Tonbeispiel gehe ich den gesamten Weg rückwärts bis zum Anfang. Versuche, den Fokus die gesamte Zeit auf der Melodie zu lassen. Höre Dir das Tonbeispiel 6 ruhig öfter an, es trainiert das Obertonhören und macht Dich in der Wahrnehmung der Klangdetails sicherer.

Tonbeispiel 6

Download mp3

Unsere Realität entsteht in uns selber. Und sie ist veränderbar.

 

Schlagwortarchiv für: Chorphonetik

Tagesworkshop Obertongesang und Chorphonetik auf dem vokalSINN Chorfestival – 31.07.2022 in Fürstenfeldbruck

  • 6 Workshops rund um Konzertdramaturgie, Chorphonetik und Chöre in Bewegung
  • 6 Konzerte mit außergewöhnlichen Konzepten
    https://www.vokalsinn.de/

Tagesworkshop „Obertongesang und Chorphonetik“ mit Wolfgang Saus

Ganztagsworkshop Chorphonetik & Obertongesang

Sonntag 31.07.2022, 9 – 17 Uhr
Alternativer Termin Samstag.

Säulensaal
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Tickets 90,00 €

Diese Veranstaltung ist zertifiziert als Fortbildungsveranstaltung des Bundes Deutscher Gesangpädagogen.

Foto von Wolfgang Saus

Wolfgang Saus. Foto: Luna Bürger.

Chorphonetik ist eine neue Stimm- und Hörbildungsmethode. Sie ermöglicht Chorleitenden und -sänger:innen das präzise Veredeln von Intonation und Homogenität durch Feinabstimmung von Vokalen. Vokale enthalten unbewusst wahrgenommene Obertoninformationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen im Seminar, diese Obertöne zu hören und zu kontrollieren. Vokalnuancen können dadurch gezielt mit anderen Stimmen und dem jeweiligen Akkord in Resonanz gebracht werden. Langfristig entwickelt der Chor eine kinästhetische Resonanzwahrnehmung und eine auf Obertonhören aufbauende Intonationssicherheit.
Anhand von Übungen mit Akkorden und Werksausschnitten erfahren die Teilnehmenden, wie sie mit Hilfe feiner Zungenbewegungen die Vokalresonanzen aufeinander abstimmen und dadurch reine Intonationen erzielen können. Chorleiterinnen und Chorleiter lernen mit einem Vokalresonanzdiagramm passende Vokale zu finden und auf den Chorklang zu übertragen. Es wird in Einzelbesetzungen im Duo bis Quartett und in Gruppen gearbeitet. 
Obertongesang ist die Krönung der Resonanzkontrolle. Diese Gesangstechnik vertieft und beschleunigt mit großem Spaß die erforderlichen Fertigkeiten für die Chorphonetik. Außerdem ist  
Obertongesang in immer mehr zeitgenössischer Chorliteratur enthalten. Wenn es die Zeit erlaubt, wird ein Ausschnitt eines Obertonchorwerkes geprobt.
Eine gute Vorbereitung für das Seminar ist dieser Hörtest.

Weitere Infos zum Festival
https://www.vokalsinn.de/
https://www.facebook.com/vokalsinn
https://www.instagram.com/vokalsinn/

 

 

 

Tagesworkshop Obertongesang und Chorphonetik auf dem vokalSINN Chorfestival – 30.07.2022 in Fürstenfeldbruck

  • 6 Workshops rund um Konzertdramaturgie, Chorphonetik und Chöre in Bewegung
  • 6 Konzerte mit außergewöhnlichen Konzepten
    https://www.vokalsinn.de/

Tagesworkshop „Obertongesang und Chorphonetik“ mit Wolfgang Saus

Ganztagsworkshop Chorphonetik & Obertongesang

Samstag 30.07.2022, 9 – 17 Uhr
Alternativer Termin Sonntag.

Säulensaal
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Tickets 90,00 €

Diese Veranstaltung ist zertifiziert als Fortbildungsveranstaltung des Bundes Deutscher Gesangpädagogen.

Foto von Wolfgang Saus

Wolfgang Saus. Foto: Luna Bürger.

Chorphonetik ist eine neue Stimm- und Hörbildungsmethode. Sie ermöglicht Chorleitenden und -sänger:innen das präzise Veredeln von Intonation und Homogenität durch Feinabstimmung von Vokalen. Vokale enthalten unbewusst wahrgenommene Obertoninformationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen im Seminar, diese Obertöne zu hören und zu kontrollieren. Vokalnuancen können dadurch gezielt mit anderen Stimmen und dem jeweiligen Akkord in Resonanz gebracht werden. Langfristig entwickelt der Chor eine kinästhetische Resonanzwahrnehmung und eine auf Obertonhören aufbauende Intonationssicherheit.
Anhand von Übungen mit Akkorden und Werksausschnitten erfahren die Teilnehmenden, wie sie mit Hilfe feiner Zungenbewegungen die Vokalresonanzen aufeinander abstimmen und dadurch reine Intonationen erzielen können. Chorleiterinnen und Chorleiter lernen mit einem Vokalresonanzdiagramm passende Vokale zu finden und auf den Chorklang zu übertragen. Es wird in Einzelbesetzungen im Duo bis Quartett und in Gruppen gearbeitet. 
Obertongesang ist die Krönung der Resonanzkontrolle. Diese Gesangstechnik vertieft und beschleunigt mit großem Spaß die erforderlichen Fertigkeiten für die Chorphonetik. Außerdem ist  
Obertongesang in immer mehr zeitgenössischer Chorliteratur enthalten. Wenn es die Zeit erlaubt, wird ein Ausschnitt eines Obertonchorwerkes geprobt.
Eine gute Vorbereitung für das Seminar ist dieser Hörtest.

Weitere Infos zum Festival
https://www.vokalsinn.de/
https://www.facebook.com/vokalsinn
https://www.instagram.com/vokalsinn/

 

 

 

Symposium Naturton & Oberton – (CH) Toggenburg 2.-6.6.2022

⇒Symposium-Website

Vom 2.-6. Juni 2022 findet im Obertoggenburg das mehrfach verschobenen erste Naturton & Oberton Symposium statt.

Naturton & Oberton Symposium

Der Klangkosmos der Natur- und Obertöne und ihre mikrotonalen Schwingungen sind von faszinierender Schönheit und archaischer Kraft. Sei es im traditionellen Naturjodel oder in der Vielschichtigkeit neuer zeitgenössischer Musik: Musizierende sowie Komponistinnen und Komponisten aus allen Sparten besinnen sich immer wieder auf die magische Welt der Obertöne, kehren ein in die Naturgesetze des Klanges und seine Mysterien und schöpfen daraus neue Erkenntnisse und Inspiration für ihre Werke.

Das Toggenburg ist mit seinem Naturjodel, dem Talerschwingen und dem Schellenschötten der Älpler eine der letzten noch authentisch gelebten Naturton-Hochburgen unserer Alpenländer: Ein idealer Ort für ein Symposium rund um dieses Phänomen, eingebettet in eine atemberaubende Landschaft und in Szene gesetzt durch das Klangfestival Toggenburg in Alt. St. Johann.

PROGRAMM

Als Gastland der ersten Ausgabe steht Norwegen mit dem Vokalensemble Nordic Voices und Ingor Ántte Áilu Gaup aus dem Reich der Samen im Brennpunkt. Das Symposium begibt sich auf die praktische Suche nach dem aktuellen Schaffen von Musikern mit Naturtönen, Obertönen und Mikrotönen unseres Kulturkreises.

Spezialistinnen und Spezialisten, wie auch musikinteressierte Laien sollen gleichermassen profitieren. Das Symposium ist deshalb für alle Neugierigen offen und bietet Kurse, spannende Einblicke, Konzerte, Treffen und natürlich als Höhepunkt den Konzerttag «Gipfel der Naturtöne».

Im Rahmen des Symposiums findet zudem ein internationales Vernetzungstreffen statt und die Gründung der ersten Obertonakademie in Europa.

⇒Symposium-Website

In das Symposium eingebunden ist das Toggenburger Klangfestival vom 3.-5. Juni 2022 statt.

Chorphonetik Worskhop Klangwelt Swiss

Chorphonetik Workshop – mit Wolfgang Saus – Winterthur, Schweiz – 2.-3.10.2021

Eine Veranstaltung von Klangwelt Toggenburg.


→Anmeldung und weitere Informationen


Kursinhalt

Chorphonetik ist eine Stimm- und Gehörbildung, die es ermöglicht, Intonation und Homogenität im Chor mit der Klangfarbe der Vokale zu regulieren. Eine neue Hörerfahrung durch Aktivierung der Obertonwahrnehmung im rechten Gehörkortex ermöglicht Chorsängern eine bisher ungeahnte Kontrolle und Wahrnehmung von Klangfarben der Vokale.

Vokale enthalten unbewusste Toninformationen in ihren Resonanzen. Je präziser diese übereinstimmen, desto homogener und intonationssicherer klingt der Chor. Chorphonetik macht die unbewussten Toninformationen für Sänger erfahrbar und verwendet bewährte Resonanztechniken des Obertongesangs, um sie gezielt für Klang- und Intonationsgestaltung einzusetzen.

Die Kontrolle der Vokalresonanzen kann auch von geübten Laiensängern in wenigen Stunden erlernt werden. Die Teilnehmer lernen, wie sie den Fokus der Hörwahrnehmung auf die Teiltöne der Stimme ausrichten. Es wird an Ausschnitten klassischer Chorwerke gearbeitet und jeder Teilnehmer lernt in der Praxis, welche Vokale für die jeweilige musikalische Situation in Frage kommen, und wie sie sie reproduzierbar selbst steuern können.

Chorphonetik hat sich in mehreren professionellen Chören, a capella Amateurchören und Solistenensembles erfolgreich bewährt.


Teilnehmer: Min. 12, Max. 30
Vorkenntnisse: Chorsänger/innen, Solisten/Solistinnen, Gesangserfahrene
Daten: Samstag, 2. Oktober 2021, 10 Uhr bis Sonntag, 3. Oktober 2021, 17 Uhr
Kosten: CHF 350.–, exkl. Verpflegung
Ort: Raum D13, Musikschule Prova, Winterthur


 

Titelbild Symposium Naturton und Oberton Toggenburg

[Absage wegen Corona-Maßnahmen] Symposium Naturton & Oberton – (CH) Toggenburg 11.-15.05.2021

⇒Symposium-Website

Übersicht als PDF-Datei | Vorträge | Workshops & Meisterkurse

Vom 11.-15. Mai 2021 findet im Obertoggenburg das erste Naturton & Oberton Symposium statt.

Aus allen Sparten besinnen sich die Menschen immer wieder auf die magische Welt der Obertöne und kehren ein in die Naturgesetze des Klanges. Daraus schöpfen sie neue Erkenntnisse und Inspiration für ihre Werke. Am Symposium widmen sich Musikerinnen und Musiker, Musikinteressierte und Neugierige während fünf Tagen dem Klangkosmos der Natur- und Obertöne.

Meisterkurs Oberton Chorprojekt

⇒Meisterkurs-Website

Marcello Wick & Wolfgang Saus bieten im Rahmen des Symposiums einen gemeinsamen Meisterkurs für Chorsänger mit und ohne Obertonerfahrung an.

Für das neue Projekt im Rahmen des Symposiums können fortgeschrittene Obertonsänger, aber auch interessierte Chorsänger ohne Obertongesangserfahrung im Rahmen der Meisterklasse und auch am «Gipfel der Naturtöne» mitwirken. Im Weiteren sind auch Folgekonzerte im In- und Ausland geplant. Es besteht auch die Möglichkeit nach der Meisterklasse dem Chor beizutreten.

Inhaltlich stehen zwei Uraufführungen von Fortunat Frölich im Zentrum sowie weitere interessante Obertonkompositionen aus dem Repertoire des Chor Partial, welche in Zusammenarbeit mit Wolfgang Saus erarbeitet werden.

Vortrag: OBERTÖNE  & BEWUSSTSEIN
Ihre Wirkung auf unser Bewusstsein / Die geistige Dimension der Obertöne

Wolfgang Saus

Samstag, 15. Mai 2021, 17.45 – 18.30 Uhr

⇒Referat-Website

Obertöne sind überall in der Musik, in Klängen, in jedem Ton und sogar Geräuschen von Maschinen enthalten, doch wir nehmen sie nicht wirklich wahr. Warum eigentlich nicht? Immerhin sind die Obertöne die Grundlage aller Musik und aller gesprochenen Sprachen dieser Welt. Und warum hören wir sie z. B. beim Obertongesang plötzlich? Und – hören wir sie denn tatsächlich? Obertöne bergen faszinierende Geheimnisse, deren Entschlüsselung in den letzten Jahren für Erstaunen gesorgt hat. Der Vortrag gibt den Teilnehmern Gelegenheit, an sich selbst zu erfahren, wie Obertöne die Wahrnehmung nachhaltig beeinflussen können. Die Hörer erfahren, was die Obertöne im Gehirn anstellen, was das mit Heilwirkung und Esoterik zu tun hat und wie man mit Obertönen womöglich eine völlig neue Dimension von psychoaktiver Vokalmusik erzeugen kann. Der Vortrag verspricht viele unerwartete Klangbeispiele und Interaktionen.

→Weiter zum Klangfestival Toggenburg 2021

[Absage wegen Corona] Chorphonetik – Intonation verbessern mit Vokalen, Schwäbischer Chorverband – mit Wolfgang Saus – 14.11.2020 in Ulm

2. Stimmtag für Frauenstimmen, Männerstimmen und die ältere Stimme


Abgesagt wegen Corona. Soll im Herbst 2021 stattfingen.


Schwäbischer Chorverband

Weitere Informationen folgen.

Kurzlink auf diese Seite: https://www.oberton.org/?p=19140

Chorphonetik Intonationsoptimierung und Obertongesang für Chöre beim Hessischen Sängerbund – mit Wolfgang Saus – 29.02.2019 in Wiesbaden/Naurod

49. Chorleiter-Fortbildungsseminar

am 29. Februar 2020 im Wilhelm-Kempf-Haus, 65207 Wiesbaden/Naurod

Hier anmelden

Veranstaltungs-Website

Workshop 3: Die Wahl der richtigen Vokale veredelt die Homogenität und Intonation im Chor- und Ensemblegesang. Dafür sind unbewusst wahrgenommene Vokalresonanzen verantwortlich. Eine aus dem Obertongesang entlehnte Hör- und Zungenfertigkeit macht diese Informationen nutzbar. Die Chorsänger lernen, wie sie diese Vokalfeinheiten finden, sie im Vokaltrakt hervorbringen und wie sie im Chor umgesetzt werden können. Anhand konkreter Ausschnitte aus Chorwerken werden die erstaunlichen Ergebnisse von Teilnehmern demonstriert.

Wolfgang Saus - Workshop an der Musikhochschule Freiburg. Foto: Luna Bürger.Wolfgang Saus ist freiberuflicher Musiker, Gesangspädagoge und Stimmforscher. Als Experte für Obertongesang mit den Wurzeln in klassischem Gesang und mit Diplom in Chemie hat er eine besondere Art, die Faszination des Stimmklangs zu vermitteln. Der Klühstiftung-Preisträger sang als Solist im Theater sowie einigen Profichören und stieg nach 10 Jahren Industrieforschung aus der Chemie aus, um sich völlig den Obertönen der Stimme und ihrer Erforschung zu widmen. Er ist Mitentwickler von Klanganalyse-Software, Fachautor, Gründer des Europa-Obertonchores und seit 2015 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesangswissenschaft.


Samstag:

09:30 Uhr – Anmeldung
10.00 Uhr – Begrüßung
10.15 Uhr – Workshop 1: TYPisch Chor, Regine Müller-Laupert
12.30 Uhr – Mittagessen
13.45 Uhr – Workshop 2: Literaturvorstellung, BMA-Mitglieder
15.45 Uhr – Kaffeepause
16.15 Uhr – Workshop 3: Obertongesang, Wolfgang Saus
18.30 Uhr – Abendessen
19.30 Uhr – Workshop 4: Chor to go, Tristan Meister
Ende ca. 21:00 Uhr

Sonntag:

09.30 Uhr – Workshop 5: Sing it right!, Franny Fuchs
Ende ca. 12:30 Uhr

Die Chorleiterfortbildung des Hessischen Sängerbundes wird unterstützt vom Fachverband der Chorleiter e. V. (FDC) und der Hessischen Chorjugend e. V.

Chorphonetik – Intonation mit Vokalen veredeln. Verband Chorleitung Nordwestschweiz – 30.01.2020 in Basel

VChN-Weiterbildungstag 2020 – CHORPHONETIK-WORKSHOP MIT WOLFGANG SAUS (Deutschland)

→Zur Website des VChN


Donnerstag, 30. Januar 2020 – 09:00 bis 17:00 Uhr

Klaus Linder-Saal, Hochschule für Musik Basel

Teilnahmegebühren: 80/40 CHF – für VChN-Mitglieder kostenlos!


Chorphonetik ist eine Stimm- und Gehörbildung, die es ermöglicht, Intonation und Homogenität im Chor mit der Klangfarbe der Vokale zu steuern.

Sänger/-innen können lernen, ihre Formanten so auf Teiltöne auszurichten, dass sie sowohl in den musikalischen Kontext passen als auch innerhalb einer Stimmgruppe übereinstimmen. Formanten erzeugen einen (unbewusst wahrgenommenen) Tonhöheneindruck, der die Intonation und Homogenität beeinflusst. Gesangspädagogische Methoden des Obertongesangs bilden die Grundlage für die Schulung der Wahrnehmung dieser Tonhöheninformation und für die Kontrolle der Formanten durch die Form des Vokaltrakts.

Nähere Informationen und Anmeldung hier: PDF-Datei


09:00 bis 12:00
– Einführung einer neuen Hörweise: Töne statt Vokale – Übung
– Einführungsvortrag „Wie Vokale die Chorintonation steuern“, mit Klanganalyse, ca. 30 Min – Übungen zur Kontrolle der 2. Vokalresonanz (2. Formant)
– Übungen zur Bedeutung von Resonanzen
– Anwendungsübungen für 2. Resonanz im Chor, reine Intervalle
Mittagspause (Mittagessen in der Cafeteria für 23 Franken, siehe Anmeldung)
13:30 bis 16:30
– Übungen zur Kontrolle der 3. Vokaltraktresonanz (Obertongesang)
– Übungen zur Resonanzempathie und Resonanzsynchronisierung
– Übung: Warum manchmal unterschiedliche Vokalfärbungen homogener klingen – Anwendungsübungen Resonanzempathie in der Improvisation
– Analyse von Resonanzen in Chorsätzen, Resonanzmatrix
– Anwendung auf Messiaen „O sacrum convivium“
16:30 bis 17:00
Offene Frage- und Feedbackrunde mit Saus

Chorphonetik – Intonation veredeln mit Vokalen, Chor Provokal [nicht öffentlich]

Chorphonetik ist eine zukunftsweisende neue Methode, die Intonation und Homogenität im Chor zu veredeln. Wochenend- oder Tagescoaching auf Anfrage.

 

Ruf mich an, wenn Du mehr über ein Coaching für Deinen Chor oder eine Fortbildung zu Chorphonetik wissen möchtest:
Tel. +49 163 6237866 (mobil, auch SMS)
E-Mail: chorphonetik@oberton.org

Chorphonetik – Intonation veredeln mit Vokalen, Chorlorado [nicht öffentlich]

Chorphonetik ist eine zukunftsweisende neue Methode, die Intonation und Homogenität im Chor zu veredeln. Wochenend- oder Tagescoaching auf Anfrage.

 

Ruf mich an, wenn Du mehr über ein Coaching für Deinen Chor oder eine Fortbildung zu Chorphonetik wissen möchtest:
Tel. +49 163 6237866 (mobil, auch SMS)
E-Mail: chorphonetik@oberton.org