Artikel aktualisiert am 14.10.2016

Der goldene Kompass (2007)

The Golden Compass (Originaltitel)

Regie: Chris Weitz

Komponist: Alexandre Desplat

Gleich zu Beginn mischen sich Flaggeolett-Glissandi vom elektrischen Cello (unter Einsatz von chorus pedal) mit Obertongesang von Michael Ormiston und ergeben ein mystisches Klanggebilde, in dem einzelne Instrumente nur schwer zu erkennen sind. Alexandre Desplat im Interview mit mftm: „I love to blend sounds together so you can’t really tell what instrument it is.“

Im Film wird damit die Freiheit von der Systemkontrolle symbolisiert, die die Hauptfigur Lyra zusammen mit dem die Wahrheit und Zukunft aufdeckenden goldenen Kompass verkörpert. Eine überaus treffende Assoziation, da Obertöne die Wahrnehmung in die rechte Gehirnhemisphäre verlagern und damit der Kontrolle von aussen entziehen. Es handelt sich um die Verfilmung des ersten Bandes der Fantasy-Trilogie „His Dark Materials“ von Philip Pullman.

Vielleicht gerade aus diesem Grund wurde der Film von Kritikern (wegen angeblicher „Antireligiosität“) verrissen, was dazu führte, dass keine Verfilmung der anderen Bände der Trilogie mehr folgte. Ich finde den Film hervorragend, habe ich schon mehrfach gesehen und kann ihn empfehlen.

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