Ich möchte hier auf ein Konzert hinweisen, weil ich die Musiker sehr hoch schätze und den Besuch nur empfehlen kann. Huun Huur Tu machen eine Musik, die den Duft der Steppe aufsteigen lässt, einzigartig. Jan Heinke singt nicht nur Obertöne, sondern spielt auch das von ihm selbst entwickelte Stahlcello, dessen Klang mit nichts zu vergleichen ist. Dafür lohnt auch ein längere Anreise. (Wolfgang)

Doppelkonzert mit Jan Heinke & Huun Huur Tu

21. November 2019, Beginn 19:00 Uhr, Dreikönigskirche Dresden

http://www.mzdw.de/

JAN HEINKE, in Dresden beheimateter Instrumentenerfinder, Klang- und Stimmenzauberer, Oberton- und Kehlsänger, bleibt auf der Suche:sein musikalisches Hauptthema ist nach wie vor die Begegnung von und die gegenseitige Bereicherung durch verschiedene Kulturen und Genres.

Europäische Wurzeln bis zurück zum frühen Mittelalter, melodisches Material aus Romantik, Popsong, Jazz, dazu Stimmenklänge aus verschiedenen Weltgegenden, dies alles und mehr verbindet er mit der bedachtsamen Langsamkeit des von ihm entwickelten Stahlcellos. In der entstehenden Musik liegen denn tief Vertrautes und musikalisches Neuland selbstverständlich am selben Weg. Und obwohl zwischen den einzelnen Bestandteilen seiner Musik räumliche und zeitliche Welten liegen, bringt er sie in großer Stimmigkeit und harmonischer Selbstverständlichkeit zusammen.

Zuletzt endet alles irgendwie wieder beim Nomaden vor seiner Jurte: ein Mensch, eine Stimme und ein Instrument.

1993 spielte das Ensemble HUUN-HUUR-TU erstmals in Westeuropa und Amerika und erzielte binnen kurzer Zeit überwältigende Erfolge. Die Kunst ihres unglaublich faszinierenden Oberton- und Kehlkopfgesangs „Khoomei“ ist eine der beeindruckendsten Vokaltechniken der Welt. Immer wieder erleben die Musiker ein Publikum, dem der Mund offen bleibt und die Augen übergehen vor Staunen und Begeisterung; kein Wunder, dass das Ensemble so einen wahren Kultstatus erreichte.

Weltoffen und neugierig, wie die Tuviner trotz (oder gerade wegen) ihrer stark traditionellen Verwurzelung sind, musizierten sie in den vergangenen Jahren weltweit immer wieder mit den besten Musikern, u.a. dem »Kronos Quartet«, Musikgenie Frank Zappa, den irischen »Chieftains«, dem Inder L. Shankar, dem bulgarischen Frauenchor »Angelite«, dem »Moscow-Art-Trio« u.a.

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