Aktualisiert 07.02.2012

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Intensivkurs Obertöne im Chorgesang

 

 

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Intensivkurs
Obertongesang für Chorleiter und Chorsänger
Sa./So., 11./12. Feb 2012 - 14-17 Uhr

Für Chorleiter, Chorsänger und Stimmklanginteressierte

Kursinhalte

Der Kurs führt Chorleiter und Chorsänger, sowie Stimminteressierte, in die Gesangstechniken und die besondere Hörweise des Obertonsingens ein. Dabei steht die praktische Anwendung in der Chorprobe im Vordergrund. Es wird geübt, auf Oberton-Feinheiten im Vokalklang zu achten, die man bisher nicht bewußt wahrnahm, die aber entscheidend für den Klang des Chores sind. Es werden auch Kompositionen vorgestellt, die Obertongesangstechnik vom Chorsänger fordern. Wenn eine entsprechende Gruppe, vor allem 1-2 Tenöre ;), zusammen kommt, werden wir einige Takte Chormusik ganz konkret optimieren, sodass ein professioneller Klang entsteht.

Wer auch am theoretischen Hintergrund und faszinierenden Klangbeispielen interessiert ist, ist herzlich eingeladen, am Samstagmorgen um 10 Uhr den kostenlosen Vortrag zu besuchen.

Empfohlene Lektüre

 PDF Download. Wolfgang Saus; Obertöne im Chor; Chor und Konzert 2/2009 Nr. 130, S. 26-33.

Interessante Links

Das Geheimnis des guten Klangs - Radiobeitrag der Uni Hildesheim
Chorgesang hilft Immunsystem - 3sat Video

Was steckt hinter Obertongesang?

Obertongesang ist die Kunst, aus den natürlichen Obertönen der Stimme einzelne so präsent hervor zu heben, dass sie als eigenständige Töne wahrgenommen werden. Dadurch bekommen Zuhörer den Eindruck, zwei Töne zugleich zu hören. Ein verblüffender Effekt und eine exotische Klangerfahrung die zugleich tief vertraut wirkt. Das ist darauf zurück zu führen, dass unser Gehirn die Obertöne erwartet, weil es die Obertonreihe ganz genau kennt. Dass wir die Obertöne dennoch im Alltag nicht bewußt wahrnehmen, ist darin begründet, dass das Gehör die Obertöne automatisch in eine Klangfarbenerfahrung umwandelt. Die bewußte Wahrnehmung einzelner Obertöne erfordert die Aktivierung bisher ungenutzter Gehirnregionen und führt dadurch zu einem besonderen Erleben.

Eigentlich ist es nur die Zungenstellung, die diesen Effekt bewirkt. Aber es steckt noch viel mehr dahinter. Denn es hat bis in die 1960er gedauert, bis man diese Gesangstechnik in Europa entdeckte. Heute erforscht man Obertongesang und findet Erstaunliches über seine Wirkung im Gehirn und seinen verändernden Effekt auf das alltäglich Hören. Obertöne wirken so intensiv, dass sie auch für Therapie eingesetzt werden und sich sogar Autisten diesen Klängen öffnen.

Musiktheoretisch sind die Obertöne der Ursache für das Entstehen von Tonleitern, Stimmungssystem und Harmonielehre. Zwar hören wir normalerweise die Obertöne nicht aus dem Klang heraus, wir spüren aber intuitiv sofort, wenn die Obertöne mehrerer Stimmen übereinstimmen. Diese Übereinstimmung gibt uns überhaupt erst das Gefühl für die Reinheit eines Intervalls.

Und hier steckt das Geheimnis des Chorsingens. Die Resonanz von Intervallen der natürlichen Obertöne gibt ein überwältigendes Klanggefühl. Das ist der Moment, wo der Chorklang die Hörer bildlich 5 Zentimeter über dem Stuhl schweben läßt.

Hinter einem guten Chorklang steckt das Zusammenwirken der Obertöne. In den allermeisten Chören überlässt man aber die Obertöne dem Zufall. Es wird an Intonation, Rhythmus und Dynamik gearbeitet. Dabei wäre es so einfach, einen brillianten Klang zu erzeugen, wenn bekannt wäre, das sowohl die Intonation als auch die Klangfarbe eines Chores vor allem von der Präzision der Vokalaussprache abhängen.

Wolfgang Saus

Wolfgang Saus singt als klassisch geschulter Bariton seit 1983 Obertöne und erforscht auf Basis eines wissenschaftlichen Studiums seit 1994 intensiv den Stimmklang und die Wirkung der Obertöne. Mitte der 1980er Jahre führte er das präzise polyphone kontrapunktische Obertonsingen ein, mit der er beispielsweise den Canon von Pachelbel allein in Bass und Sopran singt. Er ist Autor des Fachbuchs “Oberton Singen”, der Lehr-DVD “The Overtone Workshop”, vieler Fachpublikationen und Mitentwickler der Klangvisualisierungssoftware Overtone Analyzer. Er hält Gastvorträge an Universitäten, regelmäßig an der Charles-University Prague, und an deutschen und israelischen Hochschulen. 2008 gelang ihm eine neue Darstellung der Stimmformanten und er entwickelte ein pädagogisches Konzept zu deren tongenauer Beherrschung, die u. a. Grundlage für eine neue Chorklangbildung wurde.

Terminübersicht
Wolfgang Saus

11. Feb 2012 - (CH) Münchenbuchsee - kostenl Vortrag
11.-12. Feb 2012 - (CH) Münchenbuchsee - Obertongesang für Chorsänger
17.-19. Feb 2012 - Rendsburg - Obertongesang für Anfänger
24. Feb 2012 - Marstberg - Wolfgang Saus Solokonzert
25.-26. Feb 2012 - Marsberg - Obertongesang für Anfänger
16.-18. Mrz 2011 - Kyllburg - Oberton Jahresgruppe AUSGEBUCHT
24. Mrz 2012 - München - Oberton für Fortgeschrittene
25. Mrz 2012 - München - Oberton für Chöre
30. Mrz - 1. Apr 2012 - Kyllburg - Oberton Alumni
09.-15. Apr 2012 - Bad Soden - 11. Europa Obertonchor
21.-22. Apr 2012 - Filderstadt - Obertongesang für Anfänger
11.-13. Mai 2011 - Kyllburg - Oberton Jahresgruppe AUSGEBUCHT
25.-27. Mai 2012 - Gersfeld - Obertongesang für Anfänger
26. Aug - 2. Sep 2012 - (CZ) Prag - 12. Europa Obertonchor
21.-23. Sep 2012 - Gersfeld - Obertongesang für Fortgeschr.
28./29. Sep 2012 - Bad Nenndorf - Intensivkurs für Schlaffhorst-Andersen-Schule
5. Jan 2013 - Dechenhöhle - Neujahrskonzert Klangmysterium

 

Schweiz
3053 Münchenbuchsee

Kirchgemeindehaus
Oberdorfstrasse 6

Zielgruppe: Chorleiter und Chorsänger, Stimmklanginteressierte

Preis: 260 CHF

Anmeldung und Info:
Ursula Meyer-Tschanz
Tel. (0041) 031 8692410
ursulameyerhotmail.ch


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www.oberton.org 2001/2012, Impressum. Datenschutzerklärumg.
Aktualisiert 07.02.2012.